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Detailierte Künstler Informationen: Neethio

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Neethio

Jede Branche hat bestimmte Regeln, bestimmte Gesetze. Beachtet man sie, ist es sehr viel einfacher, ans Ziel zu kommen. Doch nichts wäre langweiliger für Neethio, als die Dinge so anzupacken, wie es alle anderen tun. So hat der Songwriter, Produzent, Independent-Artist und Guerilla-Freak gemäß dem eigenen Motto „Do it your way – even if it’s the hard way“ in den letzten Jahren vieles auf den Kopf gestellt, was sich über Jahrzehnte in der Branche etabliert hatte. Doch eines nach dem anderen ...

Geboren am 4. Oktober 1978 in Karlsruhe, entdeckte Neethio erst relativ spät mit 12 Jahren sein Interesse für die Musik. Dann ging alles ziemlich schnell: Ab seinem fünfzehnten Lebensjahr war Neethio „Dauergast“ in verschiedenen Tonstudios in Karlsruhe und Umgebung, wo er unter anderem mit „gestandenen Größen“ wie Edo Zanki einige Male zusammenarbeitete. Während er Ende der 90er an verschiedenen Projekten parallel arbeitete, kam es ab 1997 immer wieder zu Kooperationsversuchen mit Major-Plattenfirmen. So erhielt er 1997 beispielsweise mit der Hip-Hop-Formation „Earwig Bros“ bei BMG Hamburg einen Plattenvertrag, der allerdings vor Veröffentlichung der ersten Single „Forever“ wegen künstlerischer Differenzen in beiderseitigem Einvernehmen wieder gelöst wurde.

Anfang der 2000er „tauchte“ Neethio völlig unter und kehrte der Musik den Rücken.
Es dauerte fast fünf Jahre bis Neethio zu seiner großen Leidenschaft zurückfand und 2005 schließlich sein eigenes Studio aufbaute und sein Solo-Projekt „Neethio“ initiierte.
Was dann folgte, ist eine unfassbare „Erfolgsstory“. Trotz diverser Interessensbekundungen schloss Neethio eine Zusammenarbeit mit einer renommierten Plattenfirma kategorisch aus, stattdessen wurden über das Indie-Label Liquid Sound Solutions und den Indie-Vertrieb Zebralution diverse Releases angesetzt. Dabei setze man ausschließlich auf extrem aggressive Guerilla-Marketing-Aktionen und das zum damaligen Zeitpunkt aufblühende Web 2.0 mit seinen unzähligen Communities. Die von den Majors genutzten, klassischen Marketingkanäle wie TV, Radio und Printmedien wurden programmatisch ausgelassen. Ferner war Neethio einer der ersten, der komplett darauf verzichtete, seine Songs auf CD in den Einzelhandel zu bringen. Stattdessen setze er ausschließlich auf eine Veröffentlichung in den Online-Stores – alles in allem ein Konzept, das von vermeintlichen Experten der Branche als aussichtslos eingestuft wurde.

Im März 2007 kam es mit der Veröffentlichung der ersten Single „Spring“ schließlich zum Show-Down: Die Single stieg in Deutschlands verkaufsstärkstem Online-Store direkt von 0 auf Platz 15 und wurde damit zum Topeinsteiger der Woche. In den offiziellen von Media Control ermittelten Online-Charts schaffte es Neethio‘s Debüt-Single direkt auf Platz 47. Bereits 3 Monate später im Juni 2007 gelang Neethio der nächste Clou: Mit seiner zweiten Single „Take My Breath Away“ schaffte er den direkten Sprung in die Media Control Top 40, bei iTunes landete er in den Top 10. Im September stieg Single Nr. 3 „Nothing’s Gonna Change My Love For You“ sogar auf Platz 4. Noch nie zuvor war es einem Künstler jenseits des Machtgeflechts der Branchen-Giganten und ohne jegliches konventionelles Marketing gelungen, vergleichbare Erfolge zu erzielen.

Ein Jahr später meldet sich Neethio nun mit der Single „It Won’t Ever Be The Same“ zurück und will die Erfolge aus dem vergangenen Jahr noch übertreffen. Zum ersten mal setzt der Produzent und „Untergrundkämpfer“ nicht mehr nur auf das Web und ausgefallene Guerilla-Aktivitäten, sondern fährt zusätzlich mit einer vorgelagerten Club-Promotion, einer groß angelegten Radio-Bemusterung und einem cineastisch anmutenden Videoclip, der im Netz bereits große Zustimmung findet, „schweres Geschütz“ auf. Wozu Neethio unter diesen Voraussetzungen in der Lage ist, darf mit Spannung erwartet werden.


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