„München geht es gut – mir nicht!“
Und das ist der Grund dafür, dass TZA’s Texte so authentisch sind. Er rappt über Themen, die ihn beschäftigen und Dinge, die er selbst erlebt hat. Seine Inhalte wechseln zwischen Aggressivität und Nachdenklichkeit und spiegeln seine bewegte Jugend wieder. Die Trennung der Eltern, der frühe Tod des Vaters, zahlreiche Schulwechsel und Heimaufenthalte - das alles hat seine Musik geprägt.
„Mit 14 fing ich an mit einem Freund aus dem Heim zu Freestylen und zu Beatboxen. Irgendwann haben wir dann die Lieder mit einem Kassettenrekorder aufgenommen und die Texte niedergeschrieben. Ich empfand es als Befreiung, meine Gefühle so zum Ausdruck bringen zu können. Andere Leute gehen zum Psychiater – ich schreibe Tracks.“
Für Morteza Faraji, wie TZA mit bürgerlichem Namen heißt, ist das Rappen schon lange zur Leidenschaft geworden. 2005 schloss sich der 25-jährige Iraner dem Münchner Label Headhunt-Records an, über das er bisher das Downloadmixtape „Kauf das Album“, sowie sein Debüt „Jenseits von Gut und Böse“ veröffentlichte. Sein bisheriges Schaffen brachte ihm sowohl szeneinterne Anerkennung, als auch zahlreiche Fans.
TZA fühlt sich nur bedingt mit seiner Heimatstadt verbunden. Mit der snobbigen Münchner Gesellschaft kann er nichts anfangen. Hinter seinem Heimatviertel Milbertshofen steht er dagegen mit ganzem Herzen. Hier, wo die Menschen einen ähnlichen Hintergrund haben wie er und er mit seinen Problemen nicht allein ist, fühlt er sich zu Hause.
Nachdem 2007 sein Free Mixtape erstes Aufsehen erregte, machte TZA mit seinem 2008 erschienenen Album “Jenseits von Gut und Böse” sogar die einschlägige Presse (Bravo Hip Hop und Juice) auf sich aufmerksam. Das zweites Video zu „Jenseits von Gut und Böse“ ist bereits abgedreht und ein Nachfolgealbum in Planung.
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